Text: Michael Segan
Die Zahlen sind besorgniserregend: Immer häufiger verlieren sich Kinder in digitalen Welten, was die Suchtgefahr durch Smartphone, Konsole und Co. erhöht. „Wir möchten diesem erschreckenden Trend entgegenwirken und echte Alternativen bieten“, so die Vertreter des Lions Clubs bei der offiziellen Übergabe der „Ostertüten gegen Langeweile“ an die Leiter der Gmünder Jugendräume. Lions-Präsident Josef Wuchterl bedankte sich in diesem Zusammenhang bei den vielen Helfern unter Leitung von Susanne Wiker, ohne die diese sehr persönliche Aktion nicht möglich gewesen wäre.
Eine Tüte voller Kreativität und Bewegung
Insgesamt 271 Kinder und Jugendliche der Klassenstufen 1 bis 7 dürfen sich über die individuell gestalteten Tüten freuen. Mit einem Gesamtwert von 4.000 Euro ist der Inhalt weit mehr als eine Aufmerksamkeit.
- Lesestoff mit Tiefgang: In Zusammenarbeit mit Ulrike Schmidt, Gmünder Buchhändlerin, wurde für jede Klassenstufe ein spezifisches, spannendes Buch ausgewählt, das die Fantasie anregen soll..
- „Analoge Abenteuer“: Eine Spielebox oder Straßenmalkreide – inklusive Anleitungen für Spiele unter freiem Himmel – sollen den Nachwuchs weg vom Fernseher locken.
- Süße Überraschung: Passend zum Ort der Übergabe stiftete die Wissenswerkstatt EULE für jedes Kind eine Schokoeule.
Die Aktion versteht der Lions Club Gmünd - Stauferland auch als Wertschätzung für die Arbeit der örtlichen Jugendräume. Durch den engen Kontakt zu deren Leitern wurde sichergestellt, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Oberbürgermeister Richard Arnold lobte das bürgerschaftliche Engagement: Es sei essentiell, Kindern Räume zu öffnen, in denen sie haptische und soziale Erfahrungen jenseits von Algorithmen sammeln können.



